Herkunft
Die Geschichte des Bolonka Zwetna lässt sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen. Vermutet wird, dass über den französischen Königshof kleine weiße Hunde (die Vorgänger zum heutigen Bolonka Zwetna) an den russischen Zarenhof gelangten.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich ein kleiner, weiß gelockter Hund, der mit dem Bichon frisé zu vergleichen war, jedoch viel kleiner. Der Bolonka Franzuska.
Erst nach dem zweiten Weltkrieg wurde in Russland die Zucht der Begleithunde populär. Da in der Sowjetunion kaum Importmöglichkeiten für fremde Blutlinien bestanden um eine gesunde Zucht aufrecht zu erhalten, versuchte man andere Kleinhunderassen einzukreuzen. Eingekreuzt wurden zum Beispiel: Shih-Tzus, Lhasa-Apsos, Pekingesen und andere. Daraus entstand nun die farbige Variante des Bolonka Franzusaka, nämlich der Bolonka Zwetna.
Erst 1997 wurden die Rassestandards dann von der Russian Kynological Federation (RKF) dem russischen FCI-Dachverband (Federation Cynologique Internationale) anerkannt. Damals fand auch eine Umbenennung und Umschreibung der Ahnentafeln des Bolonka Franzusaka in Bologneser statt, da er als Bologneser höchster Qualität bezeichnet wurde. Somit fand er offiziell Anerkennung durch die FCI.
Nach Deutschland (damalige DDR) gelangte der Bolonka Zwetna bereits in den 70 er Jahren. Hier wurde vorerst nur der Bolonka Franzuska innerhalb des Verbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter mit Papieren gezüchtet. Der Bolonka Zwetna hingegen wurde nur ohne Papiere gezüchtet, da er noch nicht anerkannt war.
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurden der Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter in den Verband des Deutschen Hundewesens, der dem VDH als Unterverband angeschlossen ist, aufgenommen. In Deutschland fand die Anerkennung des Bolonka Franzusaka als Bologneser somit bereits 1990 statt.
1991 wurde dann auch der Bolonka Zwetna von zwei Vereinen anerkannt. Da diese Vereine jedoch nicht der FCI angehören sondern der Union Cynologie Internationale (UCI) weigert sich der VDH bis heute den Bolonka Zwetna als selbständige Rasse anzuerkennen.
Da in Russland die Anerkennung des Bolonka Zwetna durch den FCI bereits erfolgte, ist davon auszugehen, dass der Anerkennungskampf in Deutschland auch in absehbarer Zeit erfolgreich sein wird. Dann steht auch einer Anerkennung durch den VDH nichts mehr im Wege.
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